{"id":289,"date":"2019-12-06T12:11:30","date_gmt":"2019-12-06T12:11:30","guid":{"rendered":"http:\/\/2020.kleinheringen.de\/?page_id=289"},"modified":"2024-07-05T13:16:04","modified_gmt":"2024-07-05T13:16:04","slug":"die-kirche","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/?page_id=289","title":{"rendered":"Die Kirche"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-8c96812233afe7a4773b572d859dd974\">Die Barockkirche in Kleinheringen, im Jahr 1724 gebaut f\u00fcr die Orte Kaatschen, Kleinheringen und R\u00f6digen, sollte ein Ebenbild der <a href=\"http:\/\/www.kirchebadsulza.de\/Seiten\/grossheringen.html\">Gro\u00dfheringer Kirche (Rosenkirche Sankt Elisabeth)<\/a> sein.\u00a0Gebaut wurde sie mit Kalkstein, die aus dem Wachth\u00fcgel n\u00f6rdlich der alten Salzstra\u00dfe Richtung Tultewitz entnommen wurden; darauf deutet die alte Flurbezeichnung &#8222;Die Steinh\u00fcgel&#8220; hin. Zur Einweihung um 1724 war nur die Au\u00dfenh\u00fclle fertig, der Innenraum war noch spartanisch eingerichtet.<br>Um 1787 gab es infolge einer heftigen Sturms bereits umfangreiche Instandstetzungen des Mauerwerks sowie des Kirchendachs und der &#8222;Gottesackermauer&#8220;. Nach deren Fertigstellung spendeten zwei Einwohner aus Kaatschen die wei\u00dfe Bemalung des Innenraums sowie die goldene Verzierung des Orgelwerks.<br>Jeden Sonntag war Gottesdienst, zu welchem auch die R\u00f6diger und Kaatschener kamen. Ein alter Kirchweg verlief von R\u00f6digen nach Kleinheringen quer \u00fcber den Wachth\u00fcgel, sowie ein Kirchweg von Kaatschen nach Kleinheringen entlang der Saale durch die Bornwiesen.<br>Im Kirchgarten befand sich einst auch der Friedhof, auf welchem die verstorbenen Einwohner der Kirchgemeinde begraben wurden. Im 19. Jahrhundert, als der Platz auf dem Friedhof nicht mehr ausreichte, wurde der neue, heutige Friedhof auf Gemeindeland angelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-4af6ebfc768eebf39010b1700bf55559\">Die Kirche bestand aus einem 9&#215;17,05m gro\u00dfem Rechteckbau mit einem nach Osten ausgerichteten Turm und 3 Glocken, welche im Jahr 1700 gegossen wurden. Eine der Glocken war kurze Zeit sp\u00e4ter wieder zersprungen, und zwei davon wurden wohlm\u00f6glich im Krieg eingeschmolzen. Erhalten ist heute die gr\u00f6\u00dfte Glocke von 1700 mit einem unteren Durchmesser von 1,02m.<br>Der Kanzelaltar war dreist\u00f6ckig und wei\u00df gestrichen mit Holzfiguren \u00e4hnlich der Wenzelskirche in Naumburg. Der Kirchturm ist nach Osten ausgerichtet und an den Kirchturm der Gro\u00dfheringer Kirche angelehnt. Die Kirche hatte ein Mansardendach mit Schiefer eingedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-f2253e459068b92992a90985106a828a\">Im April 1945, zum Ende des Krieges, hatten sich im Ort ein paar SS-Jungmannen auf der Durchreise verschanzt, um die Amerikaner aufzuhalten. Diese kamen durch das Eisenbahndreieck aus Gro\u00dfheringen mit Panzern. Die Panzer feuerten auf den Bahndamm und die Pfeiler der Bahnbr\u00fccke und trafen dabei ein Wohnhaus und den Kirchturm, welcher schwer besch\u00e4digt wurde.<br>\u00dcber Jahrzehnte der DDR-Diktatur, in denen die Gemeinde immer kleiner und die Kirche kaum genutzt wurde, drangen Regen und Schnee ein, das Holz verfaulte und wurde schlie\u00dflich vom Schwamm befallen. Bald durfte aus Sicherheitsgr\u00fcnden auch die Glocke nicht mehr bewegt werden, und es bestand Einsturzgefahr. Weil kein Geld f\u00fcr die dringend notwendige Reparatur da war, musste die barocke Kirche 1970 abgerissen werden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-bb6e0e2ddd4ca8a7d754558bc194493a\">Ein kleinerer Raum blieb erhalten und bekam ein neues Dach aufgesetzt. Seitdem finden die Gottesdienste in dem so entstandenen kleinen Kirchenraum statt.\u00a0Ein Unterstand f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfte der Kirchenglocken wurde an der Stelle des alten Altarraums geschaffen. Au\u00dferdem ist noch einiges an Inventar vorhanden wie der aus Kalkstein gehauene Almosenkasten von 1782, die gro\u00dfe Madonna von 1490 sowie der Taufst\u00e4nder und Teile des Altars. Weitere Holzfiguren sind \u00fcber die Zeit abhanden gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-e74324f69e5951a7ea3edefc7e627af8\">Bekannt ist zudem, dass die Kirche an der Stelle der alten Kirche gebaut wurde, welche bauf\u00e4llig war und abgerissen werden musste. In der alten Kirche befand sich eine Orgel aus dem Jahr 1667, deren Verbleib nicht \u00fcberliefert ist. Auf der Orgel hat wohl auch der junge Pantaleon Hebenstreit (*1664 in Kleinheringen) ge\u00fcbt, welcher als Erfinder des Pantaleons, einem Hammerklavier &#8211; der Vorform des heutigen Klaviers, gilt.<br><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><a href=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_4b-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"862\" src=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_4b-1024x862.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-583\" srcset=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_4b-1024x862.jpg 1024w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_4b-300x252.jpg 300w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_4b-768x646.jpg 768w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_4b-1536x1292.jpg 1536w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_4b-2048x1723.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Historische Aufnahmen der Kirche<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><a href=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_3b-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"869\" src=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_3b-1024x869.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-582\" srcset=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_3b-1024x869.jpg 1024w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_3b-300x255.jpg 300w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_3b-768x652.jpg 768w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_3b-1536x1304.jpg 1536w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Kirche_3b-2048x1738.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Historische Aufnahmen der Kirche<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color has-link-color wp-elements-8620e729cd02d1e4fa8407dfce522fc4\">Im Fr\u00fchjahr 2012 wurde die Kirche von au\u00dfen restauriert; Fenster und Putz wurden erneuert, und das Dach bekam neue Ziegel. Am 29. April 2012, zum Kirchweihfest, konnte sie dann wieder eingeweiht werden.\u00a0<br>Ende 2019 wurden die Elektroanlagen erneuert, und der Innenraum wurde von der Kirchgemeinde gestrichen.<br>Das Gem\u00e4lde und der Kruzifix m\u00fcssen noch umfassend restauriert werden, bisher wurden sie repariert und vom Holzwurm befreit wieder an deren Platz h\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/KleinheringenKirche2-scaled.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"284\" src=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/KleinheringenKirche2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-284\" srcset=\"https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/KleinheringenKirche2-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/KleinheringenKirche2-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/KleinheringenKirche2-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/KleinheringenKirche2-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/www.kleinheringen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/KleinheringenKirche2-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die restaurierte Kirche Kleinheringen im April 2012<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Barockkirche in Kleinheringen, im Jahr 1724 gebaut f\u00fcr die Orte Kaatschen, Kleinheringen und R\u00f6digen, sollte ein Ebenbild der Gro\u00dfheringer Kirche (Rosenkirche Sankt Elisabeth) sein.\u00a0Gebaut wurde sie mit Kalkstein, die aus dem Wachth\u00fcgel n\u00f6rdlich der alten Salzstra\u00dfe Richtung Tultewitz entnommen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/289"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=289"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":584,"href":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/289\/revisions\/584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kleinheringen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}